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Zum „normalen“ Arzt oder zum Alternativmediziner? Schulmediziner packen immer die gleich die chemische Keule aus, Homöopathen verabreichen Zuckerkügelchen, nach dem Motto „der Glaube versetzt Berge“ – so argumentieren die Verfechter der jeweiligen Behandlungsmethoden. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, denn beide Fachrichtungen haben Vorteile … … Einen schweren Herzanfall mit homöopathischen Globuli zu behandeln ist natürlich fahrlässig, andererseits greifen auch Schulmediziner immer öfter zu sanften Heilmethoden. Und in vielen Fällen haben homöopathische oder pflanzliche Medikamente ihre Vorzüge, beispielsweise bei den immer häufiger auftretenden Resistenzen. Viele Antibiotika, die früher durchschlagende Erfolge erzielten, sind heute nahezu wirkungslos. Der Grund: die sorglose Verordnung bei leichten Erkrankungen hat dazu geführt, dass sich die Erreger an die Wirkstoffe gewöhnt haben. Das macht die Therapie schwerer Krankheiten, bei denen die Patienten auf wirkungsvolle Antibiotika angewiesen sind, immer komplizierter.
Gerade bei Erkrankungen, die häufiger auftreten – Erkältungen, Blasen- oder Halsentzündungen – haben sich alternative, pflanzliche Heilmittel gut bewährt. Thymian, Cranberrys, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Bärentraubenblätter – um nur einige Pflanzen zu nennen, deren Wirkstoffe in verschiedenen Darreichungsformen im Handel sind. Auch wenn pflanzliche Heilmittel weniger Nebenwirkungen haben – man sollte sie nicht ohne triftigen Grund einnehmen und auch nicht auf unbestimmte Zeit ohne die Rücksprache mit einem Mediziner.
Bei der homöopathischen Behandlung mit Globuli ist zu beachten, dass die Mittel von einem ganzheitlichen Ansatz her verabreicht werden. Man sollte deshalb während der Einnahme, Alkohol, Drogen, Tabak und Kaffe meiden und sich vorzugsweise gesund ernähren. Manche Medikamente beeinträchtigen die homöopathische Wirkung, ebenso wie bestimmten Lebensmittel oder ihre Bestandteile. Pfefferminzöl in Zahnpasta kann beispielsweise die Behandlung beeinflussen, ebenso Knoblauch oder Zwiebel wegen des enthaltenen Schwefels.
Übrigens können auch Diabetiker unbedenklich mit Globuli behandelt werden. Die Zuckermenge ist so gering, dass sie nicht ins Gewicht fällt. Tropfen mit Alkohol sind nicht für Kinder oder „trockene“ Alkoholiker geeignet. In diesem Fall sollte man unbedingt auf Globuli, Pulver oder Tabletten ausweichen. Bei einer Laktose-Intoleranz sind jedoch die Tropfen Pulver oder Tabletten vorzuziehen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Problemen mit der Medikation kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.1) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder Erstattungspreis der gesetzlichen Kassen, falls ausnahmsweise verschrieben.
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